Über diese Route

Zeeland ist wie eine große Auster mit vielen prächtigen Perlen. Auf den „Perlenrouten“ entdecken Sie diese verborgenen Schätze. Manchmal sind sie so gut versteckt, dass man sie nur findet, wenn man gut hinschaut, zuhört oder etwas dafür tut. 

Start: Weg van de Buitenlandse Pers 5, 4305 RJ Ouwerkerk
Entfernung: 3 kilometer

Wie funktionieren die Perlenrouten?
Folgen Sie der Route und erfahren Sie Wissenswertes zur Umgebung. Beantworten Sie die Fragen und sammeln Sie auf diese Weise Buchstaben. 

Hunde sind (angeleint) auf dieser Route zugelassen.

Beschreibung

Die Perlenrouten sind interaktive Wanderrouten. Aufgrund der Umstände sind die Perlenrouten derzeit nur in geänderter Form auf dieser Website zu finden. Nachfolgend finden Sie den Text und den Link zu begleitenden Filmen, die Sie zu relevanten Themen unterwegs anschauen können. Es stehen sowohl niederländische als auch deutsche (DU) Filme zur Verfügung. Die Videos sind für die richtige Reihenfolge nummeriert. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Rundgang!

In diesem Link findet Ihr alle videos

Intro

Tholen. Eine Stadt, die zutiefst mit dem Wasser verbunden ist. Genießen Sie den Blick auf den Hafen, der aufgrund der Muschel- und Austernfischerei und dank der Freizeitschifffahrt immer größer wurde. Suchen Sie die Gleise der Straßenbahn, die einst die Stadt mit Antwerpen verband. 

Bringen Sie die Überreste dieser Festungsstadt miteinander in Verbindung und entdecken Sie ihren Reichtum. Und finden Sie am Ende genau in dieser Stadt die Perle der Verbindung!

Hafen

Früher war die Eendracht eine wichtige Verbindung. Das Gewässer war ein Teil des Wasserwegs zwischen Antwerpen und Dordrecht. Man musste für seine Nutzung sogar Maut – niederländisch: „tol“ – bezahlen. Daher erhielt der Ort den Namen Tholen. 

Wasser und Schifffahrt spielten stets eine wichtige Rolle. Mit Aufkommen der Austernzucht Ende des 19. Jahrhunderts wurde zur Wartung der Schiffe sogar eine Werft gebaut. (Diese Route führt sie später auch an der Werft vorbei.) Aber Tholen sollte noch weiter wachsen. Ende der 1960er Jahre wurde durch den Bau des Schelde-Rhein-Kanals der alte Flussarm nahe der Stadt abgeschnitten. So entstand ein neuer großer Hafen, in dem seitdem viele Freizeitschiffe liegen.

Frage

Dieses Gebiet ist ein wichtiger Wasserspeicher. Unterwegs werden Sie mehr darüber erfahren. Aber wozu dient der Wasserspeicher? Er sorgt für zusätzlichen Hochwasser…

Notieren Sie den dritten Buchstaben des Niederlandisches Wort oder notieren Sie den ersten Buchstaben des deutschen Worts.

Miesmuscheln und Austern

Eine leckere Miesmuschel oder Auster ist schon etwas Feines. In Zeeland gibt es mehr als genug davon! Seit Langem. Schon die alten Römer aßen diese Delikatessen regelmäßig. Aber erst seit dem 17. Jahrhundert wurde hier Muschel- und Austernfischerei im großen Stil betrieben. Tholen war das wichtigste Miesmuschelzentrum der Provinz Zeeland. Sobald die Muscheln im Juni ihre volle Größe erreicht hatten, fuhren etwa 30 Schiffe aus, um sie einzuholen. Die Muschelfischer gründeten sogar ihre eigene Gilde. Manchmal kam es mit Muschelfischern aus anderen Städten zu Konflikten, die auch als Muschelkriege bezeichnet wurden. Durch gesetzliche Regelungen wurde Klarheit geschaffen und die Konflikte ebbten ab. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden jedoch weniger Miesmuscheln gefischt und mehr gezüchtet – besonders in der Oosterschelde. Durch den Bau des Schelde-Rhein-Kanals war Tholen nicht mehr direkt mit der Oosterschelde verbunden. Daher wurde Tholen von Yerseke als neues Miesmuschelzentrum abgelöst.

Mühle „De Verwachting“

Die Mühle wurde 1848 errichtet. Allerdings nicht ganz ohne Widerstand. Ein Bauer hatte Sorge, dass sein Vieh, das er ganz in der Nähe tränkte, unruhig werden würde. Daher wurde für die Mühle keine Baugenehmigung erteilt. Später durfte sie schließlich doch gebaut werden, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Mühle angehalten werden würde, sobald Pferde in der Nähe waren. Auf diese Weise bekam die Stadt endlich doch ihre zweite Mühle. Wenn Sie mehr über Mühlen erfahren wollen, betreten Sie einfach dieses Exemplar. Mittlerweile befindet sich hier das Mühlenmuseum.

Frage

Wer war der erste Besitzer der Mühle? Marinus van der …

Notieren Sie den zweiten Buchstaben.

Frage

In der Stoofstraat stehen zwei Häuser. Sie wurden nach anderen Gebäuden benannt, in denen bestimmte Wurzeln weiterverarbeitet wurden. Was für Wurzeln? Notieren Sie den neunten Buchstaben des deutschen Wortes

Rathaus/Patrizierhaus

Es ist der 4. Mai 1809. Die ganze Stadt ist geschmückt, denn es hat sich hoher Besuch angekündigt: der König von Holland. Lodewijk Napoleon, der Bruder des französischen Kaisers Napoleon und in Deutschland unter dem Namen Louis Bonaparte bekannt. Der König wollte sich den zeeländischen Teil seines Reichs einmal anschauen. Er besuchte einige Kirchen und das Rathaus. Letzteres befindet sich genau hier. Oben können Sie dem Carillon lauschen, einem ganz besonderen Glockenspiel. Die älteste der 37 Glocken stammt aus dem Jahr 1458 und ist damit die älteste Glockenspielglocke der Niederlande. Aber das Rathaus hat noch mehr Besonderheiten zu bieten. Im Gebäude befindet sich eine große Eisentruhe, in der früher die wichtigsten Dokumente der Stadt aufbewahrt wurden. Die Truhe verfügt über drei Schlösser und jeder Stadtverwalter besaß je einen Schlüssel. Die Truhe konnte also nur geöffnet werden, wenn alle drei anwesend waren. Viele Städte hatten eine solche Schatztruhe, aber die Truhe in Tholen steht auf Rädern. Das ist nicht nur einzigartig, sondern auch äußerst praktisch. Als französische Truppen die Stadt eroberten, wurde die Truhe schnell aus dem Stadthaus gerollt und nach Middelburg gebracht. Ganz schön schlau.

Frage

Das Rathaus hat zwei Baumeister, Anthonie und …?

Notieren Sie den dritten Buchstaben.

Straßenbahn

Was fällt Ihnen an dieser Straße auf? Die Rinnsteine verlaufen ziemlich seltsam. Das ist kein Zufall, denn 1928 fuhr hier eine Straßenbahn. Die Strecke führte von Tholen über die Brücke nach Bergen op Zoom und bis nach Antwerpen. Es wurde sogar ein Wartesaal für Passagiere gebaut, aber die wenigsten Passagiere nutzen ihn. Sie stiegen nicht hier, sondern kurz vor der Brücke aus und sparten sich so das Brückengeld. Lang hielt sich die Dampfstraßenbahn leider nicht. 1934 war sie schon wieder Geschichte. Der Bus war einfach praktischer und immer mehr Menschen hatten ein Auto. Aber wenn man heutzutage hier entlangläuft, fühlt es sich so an, als könnte die Straßenbahn jederzeit um die Ecke biegen. 

Frage

Wie heißt die Straße, bis zu der die Straßenbahngleise früher verliefen?

Notieren Sie den zehnten Buchstaben.

Vestetuin

Sie entfernen sich von der Altstadt, laufen zuerst an der alten Werft Van Duivendijk vorbei und kommen schließlich in einen neuen Teil Tholens: Vestetuin. Ein Stadtteil, in dem Altes und Neues aufeinandertreffen. Vestetuin beginnt dort, wo sich im 14. Jahrhundert der Stadtwall und das Tor Vossemeersepoort befanden, das besser unter dem Namen „kruittoren“ (dt.: Pulverturm) bekannt ist. Durch den Ausbau der Festung Ende des 16. Jahrhunderts war das Stadttor überflüssig geworden. Bis es eine neue Funktion bekam, als hier Schießpulver, Lunten und Kugeln gelagert wurden. Mittlerweile ist nichts mehr davon zu sehen, aber der Stadtteil Vestetuin zeigt eine moderne Version des früheren Walls und des Pulverturms. 

Verteidigung

Sie haben vielleicht schon gemerkt, dass Tholen sich in der Vergangenheit gegen Eindringlinge verteidigt hat. Ihr Weg hat Sie bereits an einer Kanone vorbeigeführt und nun laufen Sie über einen Festungswall. Während des Achtzigjährigen Kriegs, um 1600, wurden um die Stadt neue Wälle angelegt. Die Anlage wurde um sieben Bollwerke und Gräben erweitert. Die Stadttore aus Holz ersetzte man durch Steintore. Als die Franzosen sich zu Beginn des Jahres 1800 zurückzogen, wurde die Festung Tholen aufgegeben. Sie hatte ihre Bedeutung eingebüßt. Die Stadttore wurden abgerissen. Später wurden auch Gräben zugeschüttet und Wälle abgetragen, um Platz für neue Wohnhäuser zu schaffen. Übrig blieben nur dieser Teil der Wallanlage und die Bezeichnung des Gewässers: Vest (dt.: Graben).

Frage

Gegen Ende der Wallanlage stoßen Sie auf einen großen Baum. Was ist das für ein Baum? (Schauen Sie sich das Schild am Baum genau an).

Notieren Sie den ersten Buchstaben des deutschen Worts.

Mühle „De Hoop“

Auf dem Stadtwall wurde 1736 diese Mühle errichtet, „De Hoop“. Sie ist sehr schmal. Und warum? Wegen der Bepflanzung in der Nähe der Mühle bekam sie zu wenig Wind und drehte sich nicht. Daher wurde sie um 5,6 Meter erhöht. 1935 wurde die Mühle bei einem Blitzeinschlag schwer beschädigt. Der Müller wollte die Mühle abreißen, aber die Bewohner von Tholen organisierten einen Basar, der 1060 Gulden einbrachte, heutzutage etwa 11.000 Euro. Sie sehen, Hoffnung kann Wunder bewirken.

Frage

Herr Plevier legte den Grundstein dieser Mühle. Aber wie lautet sein Vorname?

Notieren Sie den zweiten Buchstaben.

Frage

Wie lautet der Vorname des zur Zeit der Grundsteinlegung amtierenden Bürgermeisters?

Notieren den dritten Buchstaben.

Grote oder Onze Lieve Vrouwekerk

Am Standort dieser großen Kirche befand sich ursprünglich ein viel kleineres Gotteshaus. Im 14. Jahrhundert wurde es durch eine neue Kirche ersetzt. Der untere Teil des Turms blieb erhalten. Mit dem Bau dieser Kirche wurde also vor langer Zeit begonnen. Und vielleicht haben Sie es schon bemerkt, er ist noch nicht abgeschlossen. Sehen Sie, dort befinden sich die Fundamente für einen weiteren Gebäudeteil, aber der ist nie gebaut worden. Einst stand hier eine reich geschmückte katholische Kirche mit beeindruckender Bildhauerkunst. Beim Bildersturm jedoch zerstörten die Protestanten all den Protz und Prunk, weil sie fanden, dass so etwas nicht in eine Kirche gehörte. Ihnen war die Bibel wichtiger. Die Kirche ist bis heute evangelisch. In der Kirche befinden sich immer noch viele Jahrhunderte alte Grabplatten. Bei Restaurierungsarbeiten wurde eines der Gräber geöffnet. Die Leichen waren mumifiziert und dadurch erhalten geblieben. Inzwischen wurden sie in den Keller unter der Kirche umgebettet.

Frage

Wenn Sie bis ans Ende der Kerkstraat laufen, gelangen Sie auf einen Marktplatz. Wie heißt er?

Notieren Sie den sechsten Buchstaben.

Frage

Wenn Sie zurücklaufen, befindet sich zu Ihrer Linken eine Kirche. Wie heißt diese Kirche? Gasthuis…

Notieren Sie den dritten Buchstaben.

Frage

Am Eckhaus am Marktplatz steht die Jahreszahl 1619. Was befindet sich jeweils seitlich von der Zahl?

Notieren Sie den zweiten Buchstaben des deutschen Worts.

Markt

Der wahre Mittelpunkt der Stadt, der Markt. Hier treffen Glaube, Arbeit und Freizeit aufeinander: Auf der einen Seite steht die große protestantische Kirche, auf der anderen die katholische. Dort befindet sich etwas, das an eine Schmiede erinnert: eine sogenannte „Travalje“. In einem solchen Gestell vor der Schmiede konnten Pferde leichter beschlagen werden. Und was ist mit der besagten Freizeit? Der Musikpavillon ist aus vielen Städten bereits verschwunden, aber hier in Tholen steht er noch. Sie sind durch diese schöne Stadt gelaufen und haben Buchstaben gesammelt. Suchen Sie auf diesem Marktplatz das Wort und finden Sie die Perle der Verbindung. Nach erfolgreicher Suche geht es mit der nächsten Perlenroute weiter. In ganz Zeeland sind weitere Perlen versteckt! Begeben Sie sich auf die Suche, um sie alle zu finden!

Herzlichen Glückwunsch

Gut gemacht! Sie haben die Perle der Verbindung gefunden! Sie können die Perle an dem angegebenen Ort abholen.

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