Visit

Über diese Route

Zeeland ist wie eine große Auster mit vielen prächtigen Perlen. Auf den „Perlenrouten“ entdecken Sie diese verborgenen Schätze. Manchmal sind sie so gut versteckt, dass man sie nur findet, wenn man gut hinschaut, zuhört oder etwas dafür tut. 

Start: Parkplatz Faelweg 1 4354 RB Neeltje Jans
Entfernung: 4.5 kilometer

Wie funktionieren die Perlenrouten?
Folgen Sie der Route und erfahren Sie Wissenswertes zur Umgebung. Beantworten Sie die Fragen und sammeln Sie auf diese Weise Buchstaben. 

Achtung! Hunde sind auf dieser Route nicht zugelassen. 

Diese Fahrradroute wurde mithilfe des Windparks Bouwdokken (E-Connection) und der Gemeinde Veere ermöglicht.

Beschreibung

Die Perlenrouten sind interaktive Wanderrouten. Aufgrund der Umstände sind die Perlenrouten derzeit nur in geänderter Form auf dieser Website zu finden. Nachfolgend finden Sie den Text und den Link zu begleitenden Filmen, die Sie zu relevanten Themen unterwegs anschauen können. Es stehen sowohl niederländische als auch deutsche (DU) Filme zur Verfügung. Die Videos sind für die richtige Reihenfolge nummeriert. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Rundgang!

In diesem Link findet Ihr alle videos

Die nachhaltige Perle 

Neeltje Jans, wo Mensch und Natur aufeinandertreffen. Eine einzigartige Kombination aus Wehr, Windenergie und Natur. Das Klima verändert sich, der Meeresspiegel steigt. Wenn wir in Zeeland keine nassen Füße bekommen möchten, brauchen wir Küstenschutzwerke, aber auch nachhaltige Energie. Das ist für Mensch und Natur lebenswichtig. Die Oosterschelde ist voller Leben. In Zusammenarbeit mit Naturorganisationen und der niederländischen Wasserbaubehörde nimmt der Windpark Bouwdokken so viel Rücksicht auf die Natur wie nur möglich. Darum finden Sie sie hier die Perle der Nachhaltigkeit.

Gezeitenpfützen/Erlebnisstrand

Die Oosterschelde – der größte und feuchteste Nationalpark der Niederlande. Man muss aber nicht unbedingt ins Wasser steigen, um die vielfältige Natur zu erkunden. Auch am Erlebnisstrand und an den Gezeitentümpeln lässt sich allerlei entdecken. Es gibt hier zwei große und zwei kleine Tümpel, die bei jeder Flut überschwemmt werden. Da die kleinen Wälle um die Tümpel unterschiedlich hoch sind, werden diese auch unterschiedlich schnell überflutet. Laufen Sie über die Stege und entdecken Sie die vielfältige Fauna in den Tümpeln. Zwischen den Steinen am Strand können Sie kleine Krebse beobachten. Hier können Sie viel über die Natur lernen, ohne das empfindliche Ökosystem nennenswert zu stören. Dass wir mittlerweile viel von der Natur gelernt haben, erkennen Sie bei einer Rast auf der Rotorbank, die aus den Rotoren eines ausgemusterten Windrades gefertigt ist. Wir haben gelernt, aus der Kraft des Windes Energie zu gewinnen.

Frage:

Was findet sich zwischen den Steinen?

Notieren Sie den 3. Buchstaben.

Windpark Bouwdokken, Windenergie

An der zeeländischen Küste gibt es kaum Schutz vor dem Wind, der fast ständig weht, manchmal so fest, dass man sich kaum auf den Beinen halten kann. Im Wind ist viel Energie gespeichert, die wir nutzen können. Leider lässt sich der Wind nicht einfach in einer Dose einfangen, denn wenn man die Dose wieder öffnet, ist die Energie verschwunden. Deshalb haben wir, um die Kraft des Windes nutzen zu können, den Windpark Bouwdokken gebaut. Die Masten der Windräder, die hier stehen, sind 99 Meter hoch und die einzelnen Rotorblätter sind 63,5 Meter lang. Insgesamt erreichen die Windräder damit eine Höhe von 162,5 Metern. Damit überragen sie den Turm Lange Jan in Middelburg um ganze 72,5 Meter.

Sie möchten wissen, wie ein Windrad funktioniert? Der Wind treibt die Rotorblätter an, die wiederum einen Generator antreiben, der Strom produziert. Das Ganze funktioniert genau wie ein Fahrraddynamo. Über ein Kabel fließt der Strom aus den Windrädern zu einer Transformatorstation, in der für eine möglichst effiziente Weiterleitung die Netzspannung erhöht wird. Über ein 30 Kilometer langes Kabel wird der Strom zur Hochspannungsstation in Goes weitergeleitet, von wo aus er ins nationale Stromnetz eingespeist wird. Mit dem Strom, den die sieben Windräder des Windparks seit dem Frühjahr 2018 produziert haben, lässt sich der Stromverbrauch von 37.500 Haushalten decken. Mit Windparks wie Bouwdokken können wir die Energie des Windes für uns nutzbar machen. 

Frage:

Wie lautet der Name dieses Windparks?

Notieren Sie den 7. Buchstaben.

Arbeitsinsel Neeltje Jans

Neeltje Jans war einst eine Sandbank, möglicherweise benannt nach dem hier gestrandeten Schiff aus dem 18. Jahrhundert oder der Göttin Nehalennia, der Schutzpatronin der Matrosen. Während das Oosterschelde-Sperrwerk gebaut wurde, diente Neeltje Jans als Arbeitsinsel. Die Pfeiler wurden hier gebaut und anschließend an ihren heutigen Standort gebracht. Als das Sturmflutwehr 1986 fertiggestellt war, wurde die Arbeitsinsel soweit wie möglich der Natur zurückgegeben, aber auch heute spielt sie noch eine wichtige Rolle im Hochwasserschutz. Man entfernte die Baureste und schüttete tonnenweise Sand auf. Alles weitere wurde der Natur überlassen. So hat beispielsweise der Wind natürliche Dünen geschaffen und Pflanzensamen hierher geweht. Als nächstes kamen die Tiere: fliegend, schwimmend, schwebend und kriechend. So wurde Neeltje Jans eine Insel, auf der man die Natur hautnah erleben kann. 

Frage:

Neeltje Jans war früher eine Sandbank, aber was war sie während der Errichtung des Oosterschelde-Sperrwerks?

Notieren Sie den 3./2. Buchstaben.

Pflanzenarten

Hier gibt es Salzwasser und Dünen, die so gut wie kein Wasser erreicht. Darum wachsen hier besondere Pflanzen. Den Sanddorn mit seinen kleinen Beeren findet man häufig, aber auch Strandweizen und Strandhafer. Diese Pflanzen sind in der Lage, Süßwasser aufzunehmen und bei Trockenheit zu speichern. Auch europäischer Meersenf wächst hier. Er besitzt dicke Blätter, deren Wachsschicht vor Verdunstung schützt. Und nicht zuletzt findet man hier Strandastern und Salz-Schlickgras, die überschüssiges Salz regelrecht ausspucken. 

Frage:

Welche Pflanze erkennt man an ihren Beeren?

Notieren Sie den 6. Buchstaben.

Vogelarten

Auch die Vögel haben Neeltje Jans entdeckt. Sogar ganz seltene, wie die Zwergseeschwalbe und der Sandregenpfeifer. Im Frühling dienen die Dünen, der Strand und verschiedene befestigte Bereiche von Neeltje Jans als Brutplatz für Vögel. Dann ist es wichtig, sie in Ruhe zu lassen, denn Störungen können dazu führen, dass die Brut misslingt. Beim Bau des Windparks Bouwdokken wurde darauf Rücksicht genommen. Zudem wurde eine neue Brutinsel angelegt, auf der die Vögel ungestört brüten können: das Fluss-Seeschwalben-Floß! Im ersten Jahr wurden bereits 35 Pärchen gesichtet!

Außerdem gibt es ein Hochwasserrefugium, in dem vor allem Löffler, Brachvögel, Rotschenkel und Brandgänse bei Hochwasser gerne rasten.

Schauen Sie sich also gut um, zum Beispiel in der Beobachtungshütte, und entdecken Sie die vielen Vogelarten. Seien Sie aber leise, damit die Vögel Sie nicht bemerken und sich nicht erschrecken. Hunde sind deshalb hier nicht gestattet. Vielleicht sehen Sie ja einen Löffler mit seinem löffelförmigen Schnabel, hören eine im Gebüsch versteckte Nachtigall singen oder entdecken eine Eiderente, die mit 100 Sachen vorbeisaust.

Frage:

Das Fluss-Seeschwalben-Floß ist eine besondere Insel. Was für eine?

Notieren Sie den 1. Buchstaben.

Gezeitenzone

Diese Gezeitenzone entstand bei Hochwasser und einem starkem Wind aus Südosten. Bei Wind aus dieser Richtung sammelt sich das Wasser in einer Ecke des Mattenhafens. Dadurch brach das Wasser durch die Dünenlinie. Bei Springflut und Wind fließt diese Gezeitenzone voll Wasser – Pflanzensamen und Tiere inklusive. Auch der Wanderweg steht dann unter Wasser, sodass man die Hosenbeine aufrollen und die Schuhe ausziehen sollte. Nach einer Weile versickert das Wasser im Sand. Die Fische und sonstigen Wassertiere bleiben hilflos zurück und werden zu einem Leckerbissen für die Möwen. Krebsen gelingt es häufig, das sichere Gewässer im Mattenhafen zu erreichen.

Frage:

Wie heißt der Hafen, an dem die Gezeitenzone beginnt?

Notieren Sie den 2. Buchstaben.

Oosterschelde-Sturmflutwehr

Nach der Flutkatastrophe im Jahr 1953 brauchten die Menschen zusätzlichen Schutz vor dem Wasser. Aber wie sollte man das bewerkstelligen? Und wie konnte gleichzeitig die Natur erhalten werden? Die Antwort war das Oosterschelde-Sperrwerk. Nur bei gefährlichen Sturmfluten, bei denen das Wasser drei Meter über den Amsterdamer Pegel steigt, werden die Schütze geschlossen. Bedient wird das Ganze vom sogenannten Topshuis aus, dem technischen Herzstück des Sturmflutwehrs. Alle 14 Tage werden die Schütze kontrolliert und einen Meter abgesenkt. Das geschieht bei Ebbe, damit die Schütze das Wasser nicht berühren.

So dient das Oosterschelde-Sperrwerk als nachhaltige Lösung für Mensch und Natur. 

Im Topshuis befindet sich auch ein Besucherzentrum, in dem Sie viel Wissenswertes über die Natur auf und um Neeltje Jans erfahren können.

Was lebt in der Oosterschelde?

Die Wellhornschnecke, die Seescheide, die Seestachelbeere und der zerbrechliche Schlangenstern. Sie alle finden sich in der Oosterschelde. Die Oosterschelde ist schließlich nicht ohne Grund ein Nationalpark. Hier können Sie bei Exkursionen, an Aussichtspunkten und entlang der Wander- und Radwege viel über die Natur lernen. In diesem Nationalpark wird außerdem Forschung betrieben, um die Natur so optimal wie möglich zu schützen. Der Nationalpark Oosterschelde ist eine erstaunliche Unterwasserwelt mit vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten: vom Plattfisch bis zum Hummer, von der Anemone bis zur Sepia (Tintenfisch). Aber auch größere Tiere, wie beispielsweise Robben, leben hier. Bei Ebbe sieht man sie beim Sonnenbad auf den Sandbänken liegen. Etwa 150 leben in der Oosterschelde. Mit etwas Glück können Sie vielleicht auch einen Schweinswal vorbeischwimmen sehen. Meist sieht man nur den oberen Teil des Rückens mit der Rückenflosse, wenn er für einen Augenblick aus dem Wasser taucht, um zu atmen. 

Der Bau des Windparks Bouwdokken

Die Windräder des Windparks Bouwdokken versorgen uns mit Energie. Aber wie wurden sie eigentlich gebaut? Der Bau der Windräder erforderte viel Vorarbeit. Zunächst benötigten wir ein solides Fundament, auf dem sich die Windräder sicher befestigen ließen. Dazu wurden für jedes einzelne Windrad 32 massive Pfeiler in den Untergrund gebohrt, auf die eine Platte aus Stahlbeton montiert wurde. Für diese Platte wurde so viel Beton verwendet, wie 75 fahrbare Betonmischer transportieren können. Um eine übermäßige Lärmbelastung zu vermeiden und die Natur so wenig wie möglich zu stören, wurden die Pfeiler nicht in den Boden gerammt, sondern hineingebohrt. Nachdem das Fundament fertiggestellt war, wurden die Masten der Windräder aufgebaut. Diese wurden, in einzelne Teile zerlegt, per Schiff aus Schweden importiert. Mit zwei Kränen wurde das unterste Element des Mastes präzise auf dem Fundament platziert, über den Transformator und die Schaltanlage. Die Gondel (auch Maschinenraum genannt) und die Rotorblätter wurden mit großen Lkw geliefert. Auf dem Vormontageplatz wurden die Rotorblätter, die aus jeweils zwei Teilen bestehen, zusammengebaut. Anschließend wurde die Gondel, in der sich der Generator befindet, auf dem Mast des Windrades montiert. Zuletzt wurden die Rotorblätter an der Nabe der Gondel befestigt. Nun waren die Windräder betriebsbereit. 

Was ist Nachhaltigkeit?

Der Windpark Bouwdokken liefert nachhaltige Energie, aber natürlich können auch Sie nachhaltig leben.

Hier ein paar Tipps: 

  1. Verwenden Sie möglichst wenig Strom. Trocknen Sie Ihre Kleidung an einem Wäscheständer statt im Trockner.
  2. Sparen Sie Wasser! Wie lange duschen Sie? Ist das nötig? 
  3. Verursachen Sie weniger Abfall. Nehmen Sie das Essen für die Mittagspause in einer Lunchbox statt in Plastiktüten mit.
  4. Kaufen Sie Dinge, die Sie lange nutzen können, zum Beispiel einen Füllfederhalter.
  5. Kaufen Sie Lebensmittel aus der Umgebung. Sie haben viel weniger Kilometer in einem umweltverschmutzenden LKW zurückgelegt. 

Frage:

Was sollten Sie besser nicht zum Trocknen Ihrer Kleidung benutzen, wenn Sie sich nachhaltig verhalten möchten?

Notieren Sie den 1. Buchstaben.

Zuchtanlage

Im Wasser sehen Sie eine Zuchtanlage. Was hier gezüchtet wird? Miesmuscheln aus Hängekultur. Die Saison läuft von Mitte Juni bis Mitte Juli. Muscheln aus Hängekultur wachsen in hohlen Netzen an Tauen, die unter schwimmenden Bojen hängen. So können sie viel Nahrung, aber keine Sandkörner, aufnehmen. Die Muscheln sind darum noch leckerer als Muscheln aus Bodenkultur, die von Mitte Juli bis Ende März am Boden gezüchtet werden. Probieren Sie es selbst am Ende dieser Route bei Proef Zeeland. Echte zeeländische Muscheln, die alle in der Oosterschelde sandfrei gespült wurden! 

Inzwischen haben Sie entdecken können, dass Mensch und Natur einander stärken können. Auch haben Sie eine Reihe von Buchstaben gesammelt, die zusammen ein Wort bilden. Gehen Sie zur Info-Düne und finden Sie dieses Wort auf einem der Schilder. Welches Tief wird so genannt?

So finden Sie die Perle der Nachhaltigkeit. Wenn Sie sie gefunden haben, suchen Sie einfach weiter. Diese Perlen liegen überall in Zeeland verteilt. Suchen und finden Sie sie alle!

Herzlichen Glückwunsch

Klasse! Sie haben sie gefunden, die Perle der Nachhaltigkeit! Sie können die Perle an dem genannten Ort abholen.