Die Schlacht um die Schelde

Die einschneidende und trotzdem fast unbekannte Geschichte der Befreiung der südlichen Niederlande konzentriert sich im Wesentlichen auf die Schlacht an der Scheldemündung. Über dieses tiefgreifende Ereignis, das sich in Zeeland zugetragen hat, wurde nun ein Film gedreht: die größte niederländische Filmproduktion der letzten zehn Jahre. Hier erfahren Sie, wo Sie den Film sehen können und wie Sie einen Besuch in Zeeland mit der Besichtigung von Zeugnissen des Krieges verbinden können.

Die Geschichte der Schlacht an der Scheldemündung

Im Herbst 1944 kam der Vormarsch der Alliierten in Europa fast zum Stillstand, weil die Versorgung der Fronteinheiten immer schwieriger wurde. Es war von entscheidender Bedeutung, dass der Hafen von Antwerpen zur Sicherung des Nachschubs genutzt werden konnte. Der freie Zugang zum Antwerpener Hafen war das Ziel der Schlacht an der Scheldemündung. Eine erbitterte Schlacht, die viele Opfer kostete und große Zerstörungen zur Folge hatte, die aber für die weitere Befreiung der Niederlande von großer Bedeutung war. Diese Tatsache ist vielen nicht bekannt. Das ändert sich nun durch den Film Die Schlacht um die Schelde, der es jedem ermöglicht, diesen wichtigen Abschnitt der Geschichte kennenzulernen.

Originalschauplätze

Sehen Sie sich an, wie die Handlungsorte heute aussehen und erleben Sie diese bei Ihrem Zeeland-Besuch hautnah. Der Film Die Schlacht um die Schelde wird ab 15. Oktober auf Netflix zu sehen sein.

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Bunker

Entdecken Sie bei einer Besichtigung der noch vorhandenen Bunker, wie die Soldaten hier gearbeitet und gelebt haben. In Dishoek ist noch eine ganze Bunkeranlage in den zeeländischen Dünen erhalten geblieben. Hier befindet sich unter anderem ein Lazarettbunker, in den schwer verletzte deutsche Soldaten gebracht wurden. Die Natur- und Erholungsanlage Groede Podium bezieht sich ebenfalls auf den Zweiten Weltkrieg, allerdings auf eine eher spielerische Art und Weise. Auf einem Gelände, auf dem noch Bunker aus dem Krieg stehengeblieben sind, können Sie im Restaurant einen Imbiss zu sich nehmen, während die Kinder spielerisch die Geschichte entdecken.

Aber auch an anderen Orten, z.B. in Burgh-Haamstede, sind Überreste aus der Vergangenheit zu sehen. Die Bunker des Atlantikwalls in Vlissingen sind sicherlich einen Besuch wert. Wenn Sie verschiedene Bunker in Zeeland auf eine interaktive Weise kennenlernen möchten, fahren Sie einmal die Bunkerroute mit dem Fahrrad. Vergessen Sie nicht, unterwegs den Blick schweifen zu lassen und zu genießen, was die zeeländische Landschaft heute alles Schönes zu bieten hat ;).

Historisches Erbe aus der Schlacht um die Schelde

Bunker

Museen

In Museen wird Geschichte lebendig. Mit der Absicht, Walcheren zu fluten, wurde der Seedeich in Westkapelle während des Krieges bombardiert. Im Polderhuis in Westkapelle sind die Erinnerungen der Bewohner in Tonaufnahmen aufgezeichnet. Lassen Sie diese Eindrücke bei einem Strandspaziergang direkt hinter diesem Museum auf sich wirken.

Während der Schlacht um die Schelde wurde auch um die Region Oost-Zeeuws-Vlaanderen ein erbitterter Kampf geführt. Zahlreiche Informationen zu dieser Schlacht werden im Museum Gdynia präsentiert. Besuchen Sie außerdem das größte Museum in Zeeland, das den bewegten Jahren des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist: das Befreiungsmuseum Bevrijdingsmuseum Zeeland in Nieuwdorp. 

Erbe aus dem 20. Jahrhundert

Über ganz Zeeland verstreut befinden sich verschiedene Gedenkstätten, die an die dramatische Geschichte des Zweiten Weltkriegs erinnern. Wir schlagen Ihnen hier eine Reihe von Orten vor, die Sie besuchen können.

Französischer Friedhof

Nach dem Einmarsch der Deutschen am 10. Mai 1940 erhielten die Niederlande Unterstützung durch die französische Armee. Obwohl die Franzosen hartnäckigen Widerstand leisteten, sind viele französische Soldaten in den Kämpfen gefallen. Einige von ihnen haben auf dem französischen Friedhof in Kapelle ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Die Zehn von Renesse

Bei einem Besuch in Renesse können Sie das Denkmal besichtigen, das zu Ehren der „Zehn von Renesse“ (De Tien van Renesse) errichtet wurde: Am 10. Dezember 1944 wurden zehn Männer gehängt, die für die Freiheit von Schouwen-Duiveland gekämpft hatten – der einzigen zeeländischen Insel, die sich damals noch in der Hand der Deutschen befand. Lesen Sie die faszinierende Geschichte der Zehn von Renesse

„Jenen zu Ehren, die für die Freiheit fielen“

In der Hafenstadt Terneuzen starben während des Krieges fünf  Mitarbeiter der nationalen Wasserbehörde Rijkswaterstaat. Als sie von den Deutschen angebrachten Sprengstoff aus den Schleusentoren der Westschleuse entfernen wollten, wurden sie von deutschen Soldaten entdeckt, woraufhin sie flohen und später hingerichtet wurden. Zu Ehren der Gefallenen wurde ein Kriegerdenkmal errichtet. Verbinden Sie den Besuch dieses Denkmals mit einem Spaziergang auf der Scheldepromenade. Lesen Sie vor Ihrem Ausflug nach Terneuzen die Geschichte der fünf verstorbenen Mitarbeiter von Rijkswaterstaat.

 

Soundwave B-24M                        

Brouwershaven ist nicht nur ein sehr stimmungsvolles Städtchen, sondern war auch Teil der Filmkulisse für Die Schlacht um die Schelde. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Sie finden in Brouwershaven auch das Kunstwerk Soundwave B-24: Es wurde zum Gedenken an neun amerikanische Flieger errichtet, die 1945 mit einem Bomber abstürzten. Das Kunstwerk stellt die Schallwellen dar, die beim Aussprechen der Namen der Opfer entstehen. 

Sind Sie neugierig auf weitere Gedenkstätten in Zeeland? Lesen Sie hier beeindruckende Geschichten über Orte, die Sie besuchen können.

Die Spuren der Befreiung zu Fuß entdecken

Stadtführung: Befreiung von Vlissingen

Am 1. November 1944 begann die Operation Infatuate, die letzte Phase der Schlacht um die Schelde. Alliierte Streitkräfte landeten bei Vlissingen, um Walcheren zurückzuerobern. In der Stadt und auf der Westerschelde wurde hart gekämpft. Vlissingen zählt zu den niederländischen Städten, die am stärksten durch Bombardierungen zerstört wurden. Nach dem Krieg wurde hart gearbeitet, um die Stadt wieder aufzubauen. Sie sollten der zeeländischen Stadt Vlissingen unbedingt einen Besuch abstatten, es lohnt sich.

Auf der „Schlacht um die Schelde“-Befreiungsroute von Stadtführungen Vlissingen erleben Sie die damaligen Ereignisse in Begleitung eines Stadtführers.

Auf den Spuren der Schlacht um die Schelde

Infatuate II, Teil der Operation Infatuate: Norwegische und belgische Kommandos landeten in Westkapelle. Ihr Ziel war es, die deutschen Küstenbatterien auszuschalten, die die Mündung der Westerschelde kontrollierten und die freie Durchfahrt nach Antwerpen, das bereits befreit war, blockierten.

Das Wander- und Sachbuch In het spoor van de Slag om de Schelde (Auf den Spuren der Schlacht um die Schelde) folgt dem Vormarsch der alliierten Kommandos durch das Küstengebiet von Walcheren auf Schritt und Tritt. Neun Wanderrouten führen zu den Kriegsschauplätzen von 1944. Unterwegs passieren Sie sichtbare und unsichtbare Spuren der Operation Infatuate II. Verschiedene ausgewählte Orte fordern dazu auf, innezuhalten und über die Schlacht nachdenken, die hier gewütet hat.

Wanderweg im Zeichen der Befreiung

Der „Bevrijdingspad“ umfasst eine Strecke von insgesamt 135 Kilometern, aufgeteilt in acht Etappen. Der Weg führt Sie zu markanten Punkten, die an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs erinnern. Die Broschüre Wandelen in Zeeland op het Bevrijdingspad beschreibt nicht nur einen Wanderweg, der sich thematisch der Befreiung Zeelands widmet, sie vermittelt uns auch, wie es ist, sich in dieser Landschaft zu Fuß fortzubewegen, wie es damals die meisten Menschen taten.

Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie,

was Sie in Zeeland sonst noch erleben können