Diese (66,7 km) lange Route führt entlang der Überreste der Bunker von Walcheren und zu zwei Museen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die abwechslungsreiche, 66,7 km lange Route führt Sie an den sichtbaren Spuren des Zweiten Weltkriegs vorbei. Die deutsche Besatzungsarmee befestigte ab 1942 die Küste von Walcheren. Das Ergebnis war eine Verteidigungslinie aus Bunkern, Panzergräben und robusten Straßensperren.
Um Koudekerke herum gibt es deutliche Überreste dieser sogenannten Landfront. Insgesamt sind noch etwa 80 Bunker übrig, die über Walcheren verstreut sind. Haben Sie sich schon immer gefragt, was sich hinter diesen riesigen Betonmauern verbirgt? Besuchen Sie das Bunker-Museum in Zoutelande und finden Sie es heraus.
Als Walcheren befreit wurde, mussten die Einheimischen noch mehr leiden. Die alliierten Luftstreitkräfte bombardierten absichtlich die Deiche, um die Besatzungstruppen zu verfolgen. In Westkappele ist das Trauma dieses Ereignisses noch immer tief verwurzelt. Das Deich- und Kriegsmuseum „Het Polderhuis” bietet eine gut präsentierte und ergreifende Darstellung der Auswirkungen der Bombardierung.
Während des Zweiten Weltkriegs begannen die deutschen Besatzer 1942 mit dem Bau des Atlantikwalls. Dieser Wall ist eine Verteidigungslinie von nicht weniger als 5.000 Kilometern Länge, er führt von Norwegen bis Biarritz in Frankreich. 1944 war Walcheren an der Reihe. Der Zugang zum Hafen Antwerpen sollte blockiert werden, darum wurden vor allem Walcheren und Breskens abgesichert. Auf Walcheren verlief die Linie vom Westerscheldedijk bei Fort Rammekens über Nieuw-Abeele, Groot-Abeele und Koudekerke bis an die Dünen bei Groot-Valkenisse.
Die Befreiung von Walcheren im Jahr 1944 forderte ihren Tribut: Die Deiche wurden bombardiert, um das Land zu überfluten. Nach der Befreiung wurden viele Bunker abgerissen, damit sie dem Wiederaufbau nicht im Weg standen. Rund 80 Bunker existieren heute noch. Vor allem bei Dishoek und um Koudekerke herum sind noch viele zu finden.
Polderhuis Westkapelle
Im Deich- und Kriegsmuseum in Westkapelle werden unter anderem das Bombardement und die Geschichte von Westkapelle thematisiert. Auf dem Deich steht am Museum ein Panzer zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg.
Bunker
Das Bunkermuseum in Zoutelande befindet sich in zwei erhaltenen Bunkern. Der Personalbunker ist wie zu Kriegszeiten eingerichtet. Der Observationsbunker beherbergt eine Wechselausstellung. Das Museum befindet sich am Dünenaufgang ́t Pauwtje in der Nähe des Duinweg 40 und ist von Mai bis November an jedem Sonntag- und Mittwochnachmittag von 13.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Außerdem kann ein Beobachtungsbunker am Oranjedijk an der Mühle Oranjemolen von Ende Mai bis Ende Oktober an jedem letzten Samstag im Monat von 13.00 - 16.00 Uhr besichtigt werden.