Sechs Must-Sees in Burgh-Haamstede

Wer durch Burgh-Haamstede kommt, merkt schnell, dass das Dorf an der Dorfgrenze nicht endet. In Wirklichkeit handelt es sich nämlich um mehrere Dörfer: Burgh, Haamstede und das an der Küste gelegene Nieuw-Haamstede. Allerdings werden Sie sehen, dass die Dörfer nirgendwo sehr eng bebaut sind. Außer dem schönen alten Dorfkern gibt es hier viele Ferienhäuser, die sich im Grünen und zwischen den Dünen verstecken. Burgh-Haamstede ist ein touristisches Dorf – ganz logisch aufgrund seiner wunderbaren Lage in Zeeland, zwischen Naturschutzgebieten, Dünen und Strand.

Karolingische Burg

Burgh verdankt seinen Namen der karolingischen Ringwallburg. Im frühen Mittelalter schützten diese Burgen die Bevölkerung gegen die Wikinger. Die Burg von Burgh-Haamstede blieb gut erhalten und dank der zusätzlichen Restaurationsarbeiten bekommen Sie, wenn Sie an der Burg entlanglaufen, noch heute einen guten Eindruck davon, wie sie vor vielen Jahrhunderten aussah. Vor allem die große Grundfläche der Burg ist beeindruckend.

Leuchtturm

Das bekannteste Gebäude von Haamstede ist der Leuchtturm Westerlicht. Niederländer der älteren Generationen können sich wahrscheinlich noch gut daran erinnern, dass der Leuchtturm auf dem 250-Gulden-Schein abgedruckt war. Westerlicht ist 53 Meter hoch und wird noch immer als Leuchtturm für die Schifffahrt genutzt. Das Licht des Turms leuchtet 30 Seemeilen weit und das Leuchtfeuer hat eine Lichtstärke von 5,2 Millionen Candela. Das Äußere des Turms ist dank seiner rot-weißen Streifen ziemlich auffällig – sie wurden in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgemalt, um den Turm für Flugzeuge besser sichtbar zu machen.

Forst Westerschouwen

Im größten Wald Zeelands können Sie stundenlang durch eine hügelige Dünenlandschaft mit Sandverwehungen, Wäldern, Tälern und Wiesen spazieren. Der Forst Westerschouwen mit seinen 330 Hektar Fläche ist eines der schönsten Naturschutzgebiete Zeelands und beinahe vollständig zugänglich. Egal, ob Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Mountainbike oder auf einem Pferd unterwegs sind – für jeden Besucher gibt es schöne Routen. Weitere Informationen erhalten Sie auch am „Ausflugshäuschen“ (Excursieschuur) beim Haupteingang. Gerade mit Kindern lohnt sich ein Besuch in diesem Wald, denn für den Nachwuchs gibt es eine besondere Schnitzeljagd und einen spannenden Kletterwald. Tipp: Von dem hohen Aussichtsturm blicken Sie über das gesamte Gelände.

Meeuwenduinen

Die Meeuwenduinen (Möwendünen) sind eines der schönsten Dünengebiete auf Schouwen-Duiveland. Sie finden hier unter anderem junge Sanddünen ohne Vegetation, Moosflächen und Sandhalm-Dünen. Außer Kaninchen und Singvögeln leben hier auch viele Vertreter der Gattung, die dem Gebiet seinen Namen gab: Möwen. Jedes Jahr brüten tausende kleine Heringsmöwen und Silbermöwen hier. Damit die Dünen nicht zuwachsen (und um genügend Raum für besondere Dünengewächse zu bewahren), wird das Gebiet beweidet. Shetlandponys sorgen zusammen mit Rehen und Hirschen dafür, dass Stranddisteln und wilde Orchideen gedeihen können. Durch das Gebiet führt ein sieben Kilometer langer Wanderweg. Wenn Sie am „Ausflugshäuschen“ (Excursieschuur) des nahegelegenen Forsts Westerschouwen beginnen, können Sie der wunderschönen Route für insgesamt zwölf Kilometer folgen.

Museum De Burghse Schoole

Dieses Museum befindet sich in einem authentischen, alten Schulgebäude und strahlt jede Menge Nostalgie aus. Eines der Klassenzimmer ist genauso eingerichtet wie im Jahr 1920 – von den Schreibtafeln und Stühlen bis hin zur Wandtafel und den Drucken an der Wand. Im zweiten Klassenzimmer befindet sich die Dauerausstellung über die Ringwallburgen in Zeeland und die karolingische Burg. Im dritten Klassenzimmer finden wechselnde Ausstellungen statt.

Schloss Haamstede und die Zeepeduinen

Der älteste Teil des Schlosses Haamstede ist der Donjon (ein Wohnturm) aus dem 13. Jahrhundert, es wurden auf der Schlossinsel allerdings auch Überreste aus der Zeit der Römer und Wikinger gefunden. Das Schloss, wie Sie es heute sehen, wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Es war lange Zeit in Privatbesitz, gehört heute aber dem Verein „Natuurmonumenten“. Während der Veranstaltung „Open Monumentendag“ und an jedem Mittwoch von Mitte Juni bis Oktober können Sie das Schloss um 11:30 Uhr besichtigen. Die angrenzenden Zeepeduinen sind das ganze Jahr über frei zugänglich. Auf der hohen Düne befindet sich ein Kommandoposten aus dem Zweiten Weltkrieg: der „Walvisbunker“ („Walfisch-Bunker“). In den kleineren Bunkern überwintern hunderte Fledermäuse.