Zeeländische Babbelaars

Zeeländische Boterbabbelaars (Butter-Karamellbonbons) verdanken ihren Namen – wörtlich übersetzt: Plaudertaschen – der Tatsache, dass man sie früher zur zweiten Tasse Kaffee oder Tee bekam und damit länger zum Plaudern (nl. babbelen) blieb.

Selbst gemacht

Viele Hausfrauen machten früher Babbelaars selbst, auf einer Anrichte mit Granitplatte. Butter, Zucker, Glukosesirup, Essig und Wasser wurden in einem Topf erhitzt. Wenn die Zuckermasse im Topf eingekocht war, goss man sie auf eine mit Butter eingestrichene Granitplatte. Die heiße Masse wurde regelmäßig gewendet, damit sie schnell abkühlte, und dann mit bloßen Händen auseinandergezogen und wieder zusammengefaltet. Bevor sie zu sehr abkühlte, wurde sie in kleine Stücke geschnitten. Neugierig, wie du boterbabbelaars selbst machen kannst? Sie können es hier lesen!

Wahre Kunst

Einige Frauen machten aus der Babbelaar-Herstellung eine wahre Kunst. Sie gaben Geschmackstoffe wie Kakao, Zimt oder gehackte Erdnüsse in die Masse. Die Rezepte gingen von Mutter auf Tochter über. Da die Herstellung viel Zeit erfordert, werden Babbelaars heutzutage nur noch selten zu Hause hergestellt.

Dose

Babbelaars werden oft auf Straßenmärkten und an Folkloretagen hergestellt. Ferner findet man sie in vielen Souvenirläden, meist in einer blauen Dose mit Bildern von Menschen in Tracht. In traditionellen Süßwarenläden gibt es sie ebenfalls, zum Beispiel in Oma’s Snoepwinkel in Veere.