Austern in Zeeland

Bei Austernliebhabern steht Zeeland hoch im Kurs. Sie haben hier die Wahl zwischen zwei Arten: der Pazifischen Felsenauster, auch „creuse“ genannt, und der flachen Europäischen Auster. Letztere ist selten und einmalig im Geschmack. Darum verzehrt man sie roh, nur mit etwas Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft gewürzt.

Austern werden in Zeeland nur in der Oosterschelde und im Grevelingenmeer gefischt. Diese Gewässer sind aufgrund der Wassertemperatur, des Salzgehalts und der klaren Wasserqualität für die Austernzucht ideal geeignet. Die Austern nisten sich als Larven auf den Austernbänken ein. Die „creuse“ ist nach drei Jahren zum Verzehr geeignet, die flache Auster nach fünf bis sechs Jahren.

Mit Schürfnetzen, die man über den Meeresboden zieht, werden die Austern abgefischt und anschließend in Austernbecken gelagert. Die berühmten Austernbecken in Yerseke stehen in Verbindung zur Oosterschelde. In diesen Becken kommt die Auster zur Ruhe und reinigt sich. Nach einer Woche wird sie verpackt.

Wie schon erwähnt, isst man die exklusive flache Auster roh. Die Pazifische Felsenauster kann ebenfalls roh gegessen werden, wird aber auch häufig gegrillt. Am besten schmecken Austern von Oktober bis Ende März. In den übrigen Monaten pflanzt die Auster sich fort und ist „in der Milch“: Das Wasser in der Schale ist trüb und die Austern schmecken weniger gut.

Wo kann man Austern essen?

Zeeland ist das Land der Austern. Man kann sie sich hier an vielen Orten schmecken lassen. Sie möchten sichergehen, dass Sie die Austern nicht verpassen? Dann sollten Sie unbedingt nach Yerseke fahren: das Herz der Austernproduktion. Kehren Sie zum Beispiel in der Oesterij oder bei Oesters & Bubbels ein. Oder gehen Sie einfach ein paar Türen weiter – in Yerseke können Sie diese zeeländischen Köstlichkeiten kaum verfehlen. Natürlich lassen sich Austern auch an vielen anderen Orten in Zeeland genießen.